Banken droht neue Sparwelle - Filialsterben geht weiter

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Filiale der Hamburger Sparkasse: Die Haspa ist die größte deutsche Sparkasse. Foto: Bodo Marks dpa/Archiv

Hamburg (dpa) - Angesichts sinkender Einnahmen und steigender Kosten droht bei Banken und Sparkassen eine neue Sparwelle. Ein Drittel der deutschen Kreditinstitute fasst dabei auch die weitere Schließungen von Filialen ins Auge.

Das geht aus einer der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorab vorliegenden Studie der Beratungsgesellschaft Steria Mummert hervor. Dabei sind besonders Geschäftsstellen von Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Gefahr. Ende 2013 gab es in Deutschland nach Zahlen der Bundesbank noch 38 225 Bankstellen, fast 11 500 weniger als zehn Jahre zuvor.

Für die Studie ließ die Beratungsgesellschaft 100 Entscheider von Kreditinstituten in Deutschland im August und September vom Marktforschungsinstitut Forsa befragen, die repräsentativ für die Branche in Deutschland stehen.

Die Kreditinstitute beurteilen ihre Aussichten auch mehr als sechs Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise weiter negativ. Mehr als jeder dritte Bankmanager rechnet damit, dass die Entwicklung der Branche bis 2017 hinter der Gesamtwirtschaft zurückbleibt. Besonders pessimistisch sind die Privatbanken.

Belastend wirkten vor allem immer strengere Vorschriften, die niedrigen Zinsen, der Kostendruck und der anhaltende Verlust von Kundenvertrauen. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sich dieses in absehbarer Zeit nicht wiedergewinnen lässt.

Wegen der schwierigen Lage für die Branche wächst unterdessen die Kooperationsbereitschaft über Institutsgrenzen hinweg. Knapp die Hälfte der Befragten planen in den nächsten Jahren eine engere Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, bei der vorangegangenen Branchenumfrage der Beratungsgesellschaft aus dem Jahr 2012 waren es nur knapp ein Drittel. Dabei wächst auch das Interesse an größeren Zusammenschlüssen.

Fast alle Befragten (92 Prozent) fühlen sich von den neuen Konkurrenten aus dem Internet und im Mobilfunk bedroht. Als Ausweg wollen rund 60 Prozent der Banken die Beratung von Kunden ausweiten, um sich von bislang branchenfremden Wettbewerbern abzuheben und die verbliebenen Filialen besser auszulasten.

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