Bericht: Menschen nutzen den ÖPNV 2015 zehn Milliarden Mal

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Die Fahrgastzahlen zahlen, aber auch die Beschwerden über den Öffentlichen Nahverkehr. Foto: Frank Leonhardt

Köln/Düsseldorf (dpa) - 2015 sind Menschen in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge öfter als je zuvor mit Bussen und Bahnen gefahren.

Mehr als zehn Milliarden Mal werden Fahrgäste bis zum Jahresende den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) genutzt haben. Das geht aus einem Interview hervor, das der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Jürgen Fenske, dem "Handelsblatt" gab.

Doch es gibt aus Fenskes Sicht einen Haken: "Die Mittel für den kommunalen ÖPNV sind seit Jahren rückläufig. Und das bei steigenden Fahrgastzahlen und Leistungen", erklärte er. Der Chef der Kölner Verkehrsbetriebe beklagte auch, dass die Infrastruktur in die Jahre gekommen sei, Sanierungen auf sich warten ließen und die Verkehrsbetriebe nur wenige Möglichkeiten hätten, Kosten zu sparen.

Einen Rekord hat 2015 auch die Anzahl an Beschwerden von unzufriedenen Reisenden an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) erreicht. Bis Mitte Dezember wandten sich rund 11 400 Betroffene an die Schlichter in Berlin, bis zum Jahresende erwartet die Einrichtung 11 700 Schlichtungsanträge.

Die SÖP ist von der Bundesregierung als Schlichtungsstelle für den Bahn-, Luft-, Fernbus- und Schiffsverkehr anerkannt. Rund 250 Verkehrsunternehmen beteiligen sich an dem Verfahren, das sie selbst finanzieren.

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