BND-Präsident: Wirtschaftsspionage bedroht Mittelständler

+
Der Präsident des BND, Gerhard Schindler, spricht während des "Wirtschaftsgipfel 2015" der "Süddeutschen Zeitung" zum Thema "Cybersecurity und Wirtschaftsschutz". Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) - Digitale Wirtschaftsspionage bedroht nach Einschätzung von BND-Präsident Gerhard Schindler vor allem Mittelständler in Deutschland.

Rund 1300 kleinere Unternehmen seien auf bestimmten, speziellen Gebieten Weltmarktführer, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes am Samstag in Berlin auf dem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". "Die sind das Rückgrat unserer Wirtschaft, sie sind die Ziele der Wirtschaftsspionage", sagte Schindler.

Daten deutscher Unternehmen würden weltweit gehandelt. "Deutschland ist für das Abschöpfen von Wirtschafts- und Unternehmensinformationen ein Hochwertziel", sagte der BND-Chef. In den meisten Fällen flössen Informationen von Unternehmen unbemerkt über Jahre ab.

Die Gefahr gehe dabei vor allem von staatlichen Akteuren aus. Der BND könne in vielen Fällen durch Fernmeldeaufklärung im Ausland geplante Angriffe vereiteln. Der Auslandsgeheimdienst müsse seine technischen Mittel dafür aber auch weiter optimieren.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Köln (dpa) - Die internationale Möbelmesse IMM hat in Köln begonnen. Bis Sonntag werden etwa 150 000 Besucher erwartet. In den ersten vier Messetagen …
Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Kommentare