Boeing streicht 4000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte

+
Für 2016 rechnet Boeing in der Verkehrsflugzeugsparte mit rückläufigen Auslieferungszahlen. Foto: Boeing

Seattle (dpa) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing streicht in seiner Verkehrsflugzeugsparte tausende Stellen. Bis zur Jahresmitte sollten rund 4000 Jobs wegfallen, teilte ein Boeing-Sprecher in der Nacht mit. Betriebsbedingte Kündigungen solle es aber vorerst nicht geben.

Rund 1600 Mitarbeiter hätten sich bereits für ein Abfindungsprogramm entschieden, weitere 2400 Stellen seien ohnehin schon frei oder würden bei Freiwerden nicht mehr wiederbesetzt. Ziel sei, die Kosten zu senken.

Boeing sieht sich vor allem bei den Mittelstreckenjets erhöhter Konkurrenz durch den europäischen Mitbewerber Airbus ausgesetzt. Die Europäer bauen ihre Maschinen der A320-Reihe inzwischen auch in einem Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama zusammen.

Boeing versucht nun durch Einsparungen wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigenen Gewinne zu steigern. Neben Arbeitsplätzen hat das Unternehmen auch seine Zulieferer im Fokus. Der Umfang der Stellenstreichungen könne davon abhängen, inwieweit das Unternehmen an anderen Stellen Geld einsparen könne, sagte der Sprecher.

Boeing hatte 2015 trotz eines Rekordumsatzes von 96,1 Milliarden Dollar einen Gewinnrückgang erlitten. Dabei drückten die geschrumpfte Nachfrage nach dem Jumbo-Jet 747-8 und Entwicklungsprobleme bei dem neuen Tankflugzeug für das US-Militär auf das Ergebnis. Für 2016 rechnet Boeing in der Verkehrsflugzeugsparte mit rückläufigen Auslieferungszahlen. Auch der Konzernumsatz soll sinken.

Meistgelesene Artikel

Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Berlin - Der Elektronikhändler Media Markt will seinen Kunden Geräte vermieten statt verkaufen. Ausleihen können soll man die beliebtesten Produkte.
Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Kommentare