Wenig Neuverträge

Boom bei Riester-Rente vorbei

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 Ein Sparschwein steht auf Werbematerial und Informationsbriefen zur Riester-Rente (Archivbild).

Berlin - Die Zeit hoher Zuwachsraten bei der Riester-Rente scheint vorbei: Die Zahl der Neu-Verträge nahm nur noch geringfügig zu. Was der Grund für das Ende des Riester-Booms ist:

Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der staatlich geförderten Altersvorsorge-Verträge nur noch um 2,4 Prozent oder 370.000 zu - auf insgesamt knapp 15,7 Millionen. Das teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mit. In den Jahren davor waren regelmäßig jeweils eine Million oder mehr Riester-Verträge neu abgeschlossen worden.

Den stärksten Zugang verzeichneten erneut Sparverträge zum Kauf einer selbst genutzten Immobilie („Wohn-Riester“): Auf sie entfielen 229.000 oder gut 60 Prozent aller Neuabschlüsse. Der Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge - für die also keine Sparraten eingehen - lag den Angaben zufolge 2011 bei geschätzten 19,5 Prozent.

Die Eckpunkte des SPD-Rentenkonzepts

Die Eckpunkte des SPD-Rentenkonzepts

Ein Grund für das stark abflauende Interesse an der Riester-Rente dürfte die in der aktuellen Finanzmarktkrise zunehmende Skepsis gegenüber Angeboten kapitalgedeckter Altersvorsorge sein. Auch die wiederholt kritische Berichterstattung über hohe Kosten und geringe Erträge zeigt offensichtlich Wirkung.

dpa

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