Wegen Verkleinerung des Tagebaus

Braunkohle in NRW: Weniger Umsiedelungen

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Bagger fördern im Tagebau Garzweiler II Braunkohle.

Düsseldorf - Rund 1.400 Menschen in NRW müssen doch nicht  umgesiedelt werden. Der Braunkohletagebau Garzweiler II, dem sie weichen sollten, soll verkleinert werden.

Der vom Energiekonzern RWE betriebene Braunkohletagebau Garzweiler II soll nach dem Willen der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verkleinert werden. Dadurch müssten rund 1400 Menschen weniger aus dem Abbaugebiet umgesiedelt werden als ursprünglich geplant. Etwa 300 Millionen von insgesamt 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle sollen nicht ausgebaggert werden. Darauf haben sich die Spitzen der rot-grünen Koalition in NRW am Freitag überraschend in Düsseldorf geeinigt.

Mindestens bis 2030 soll Braunkohle abgebaut werden

RWE kritisierte die Ankündigung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). „Bereits heute Ziele zu formulieren, die die Abbaugrenzen für Garzweiler infrage stellen, halten wir für falsch“, erklärte Konzernchef Peter Terium. Braunkohle leiste einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und sei Garant für eine preiswürdige Stromerzeugung.

Durch die Verkleinerung des Abbaugebietes blieben die Gemeinde Holzweiler, das Dorf Dackweiler und ein einzelner Hof von der Umsiedlung verschont, berichtete Kraft. Die Landesregierung habe aber die energiepolitische Notwendigkeit bestätigt, mindestens bis 2030 weiterhin Braunkohle in den Tagebauen des rheinischen Reviers bei Erkelenz abzubauen.

Die bisherigen Planungen für den 48 Quadratkilometer großen Tagebau reichen bis zum Jahr 2045. Wie geplant werden rund 1600 Bewohner aus fünf Gemeinden ihre Häuser räumen müssen. Der letzte ursprünglich geplante Umsiedlungsabschnitt um Holzweiler wird nun entfallen.

dpa

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