Bundesagentur für Arbeit:

2014 mehr Arbeitsmigranten aus Osteuropa

Saarbrücken - Weil ab 2014 auch in Bulgarien und Rumänien Freizügigkeit für Arbeitnehmer herrscht, rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit bis zu 180.000 Arbeitsmigranten aus diesen Ländern.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet mit bis zu 180.000 Arbeitsmigranten aus Bulgarien und Rumänien, die wegen der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit im kommenden Jahr in Deutschland einen Job suchen werden. „Da ist auch die Bundesagentur in der Mitverantwortung. Zum Beispiel, wenn es um Deutschkurse oder Aktivierungsmaßnahmen geht“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag).

Durch die Zuwanderung, aber auch durch die wachsende Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren werde es für einheimische Arbeitslose schwieriger, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, erläuterte Alt. Das gelte insbesondere für die „überdurchschnittlich schlecht“ qualifizierten Langzeitarbeitslosen, deren Zahl in den letzten Jahren bei knapp einer Million stagniere.

Unter den Unqualifizierten liegt die Arbeitslosenquote nach Angaben von Alt bei 20 Prozent. Bei den Qualifizierten seien es nur fünf Prozent. Alt räumte ein, dass es bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Betrieben „eine Art Innovationsstau“ gebe. „Es fehlt die gute Idee, wie wir diese Menschen schrittweise wieder in betriebliche Praxis integrieren können“, meinte Alt.

kna

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesene Artikel

Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Berlin - Der Elektronikhändler Media Markt will seinen Kunden Geräte vermieten statt verkaufen. Ausleihen können soll man die beliebtesten Produkte.
Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Kommentare