Bundesbank: Deutlich langsameres Wachstum im zweiten Quartal

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Eisenflechter auf einer Baustelle. Nach Einschätzung der Bundesbank wird die Wirtschaft im zweiten Quartal ihr Wachstumstempo deutlich drosseln. Foto: Maurizio Gambarini

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft wird nach dem starken Jahresauftakt im zweiten Quartal nach Einschätzung der Bundesbank ihr Wachstumstempo deutlich drosseln: "Die günstigen Witterungseinflüsse aus dem Winterhalbjahr sind ausgelaufen, so dass vor allem im Baugewerbe Impulse entfallen"

Zudem dürfte die Industrieproduktion nach dem starken Anstieg im ersten Vierteljahr eine Verschnaufpause einlegen, heißt es in dem aktuellen Monatsbericht. Zuletzt seien die Aufträge in der Industrie gesunken.

Von Januar bis März war die deutsche Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal kräftig um 0,7 Prozent gewachsen. Begünstigt durch den milden Winter zogen vor allem die Bauinvestitionen kräftig an. Angekurbelt wurde die Konjunktur auch von der Kauflust der Verbraucher und den Ausgaben des Staates für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge.

Insgesamt bescheinigte die Bundesbank der deutschen Wirtschaft eine "recht kräftige konjunkturelle Grundtendenz". Angesichts der guten Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen, dürfte das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wieder an Tempo gewinnen.

Für das laufende Jahr erwartet die Notenbank 1,7 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), wie sie Anfang Juni mitgeteilt hatte. 2017 sollen es dann 1,4 Prozent sein, für 2018 sagen die Ökonomen 1,6 Prozent Plus voraus.

Statistisches Bundesamt zu Bruttoinlandsprodukt

Eurostat zu BIP im Euroraum

Defizitquoten EU-Mitglieder seit 2011

Statistisches Bundesamt zu BIP 01/2016

Monatsberichte Bundesbank

Statistisches Bundesamt zu Inflation

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