Bundesbank erwartet schwächeres Wachstum im Frühjahr

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Baustelle in Berlin: Auch das kräftige Wachstum der Bauwirtschaft dürfte nach Einschätzung der Notenbank im zweiten Quartal nicht zu halten sein. Foto: Britta Pedersen

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft wird nach dem starken Jahresauftakt nach Einschätzung der Bundesbank ihr Tempo etwas drosseln.

"Das Wachstum der deutschen Wirtschaft dürfte im Frühjahr an Dynamik einbüßen", schrieb die Notenbank in ihrem am Dienstag veröffentlichten aktuellen Monatsbericht. "Die solide konjunkturelle Grundtendenz dürfte aber auch im zweiten Vierteljahr intakt bleiben."

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes unerwartet kräftig um 0,7 Prozent gewachsen.

Dazu trugen die Kauflaune der Verbraucher, das Wachstum in der Bauwirtschaft, steigende Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen sowie die Ausgaben des Staates zur Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge bei.

Der private Konsum werde im Frühjahr aber wohl nicht in gleichem Maße wie im Vorquartal zulegen, erklärte die Bundesbank. Die Verbraucher hatten zuletzt unter anderem von sinkenden Sprit- und Heizölpreisen profitiert. Die Ölpreise hatten sich jüngst stabilisiert, die Kaufkraftsteigerungen könnten daher nicht mehr so groß ausfallen.

Auch das kräftige Wachstum der Bauwirtschaft dürfte nach Einschätzung der Notenbank im zweiten Quartal nicht zu halten sein. Zum Jahresbeginn hatte die Branche vom ungewöhnlich milden Winter profitiert. Zudem könnte der Schub durch steigende Ausgaben der öffentlichen Hand nachlassen, weil sich der Flüchtlingszustrom zuletzt deutlich verringert hatte, erklärte die Bundesbank.

Statistisches Bundesamt zu Bruttoinlandsprodukt

Eurostat zu BIP im Euroraum

Defizitquoten EU-Mitglieder seit 2011

Statistisches Bundesamt zu BIP 01/2016

Monatsberichte Bundesbank

Statistisches Bundesamt zu Inflation

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