Bundesweite Aktion

Verdacht auf "Traktor-Kartell" - BayWA-Zentrale durchsucht

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Das Logo der Baywa-Zentrale am Münchner Arabellapark. 

Bonn/München - Das Bundeskartellamt hat vergangene Woche bundesweit Agrar-Großhändler wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Landmaschinen durchsucht.

Das bestätigte die Behörde am Montag auf Anfrage. Zu den untersuchten Unternehmen zählt die BayWa AG in München. „Wir arbeiten selbstverständlich mit dem Bundeskartellamt zusammen, damit die Vorwürfe so schnell wie möglich aufgeklärt werden“, betonte BayWa-Chef Klaus Josef Lutz laut einer Mitteilung. Gegenstand des „Traktor-Kartells“ sollen auch Ersatzteile und Reparaturleistungen gewesen sein.

Ein Sprecher der Behörde erklärte, 40 Mitarbeiter von Kartellamt und Polizei seien bei den Durchsuchungen in den genossenschaftlichen Großbetrieben am 26. Januar im Einsatz gewesen. Die Agrar-Großhändler versorgen regionale Klein-Genossenschaften und Kommunen unter anderem mit Maschinen.

Anfang März 2015 war die Behörde bereits bei einer ähnlichen Durchsuchungsaktion an sieben Unternehmensstandorten und einem Verband dem Verdacht von Preisabsprachen für Pflanzenschutzmittel nachgegangen. Auch dabei wurde bei der BayWa durchsucht. Die internen Untersuchungen des Unternehmens hätten danach aber keine Hinweise ergeben, die die jetzt erhobenen Vorwürfe bei der Landtechnik bestätigen würden, teilte BayWa mit.

Durchsuchungen bedeuten noch nicht, dass tatsächlich Kartellverstöße vorliegen. Ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erklärte, man müsse die Frage stellen, inwieweit die Interessen der Bauern von den Großgenossenschaften noch vertreten würden.

dpa

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