Bundesumweltminister Röttgen fordert  Modernisierung der deutschen Wirtschaft

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Vor allem die Förderung erneuerbarer Energien könnte nach Auffassung Röttgens helfen, das deutsche Klimaziel zu erreichen.

München - Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat eine weitreichende Modernisierung der deutschen Wirtschaft verlangt. In den nächsten zehn Jahren werde es “eine ziemlich grundlegende Änderung in der Wirtschaftsweise geben“.

Dies betonte der CDU-Politiker gegenüber der “Süddeutschen Zeitung“. Seine Forderungen gelten “insbesondere in der Energiewirtschaft“.

Mit erneuerbarer Energie Klimaziel erreichen

Grund dafür seien die Ziele, die sich die schwarz-gelbe Koalition aus Union und FDP beim Klimaschutz gesetzt habe. Das erfordere Änderungen sowohl bei der Erzeugung als auch beim Verbrauch von Energie, sagte er. Vor allem die Förderung erneuerbarer Energien könnte nach Auffassung Röttgens helfen, das deutsche Klimaziel zu erreichen. “Wir werden so unabhängiger und sicherer in der Energieversorgung“, betonte er.

Die zusätzlichen Kosten für die Verbraucher hielten sich gemessen am Nutzen der Öko-Energien im Rahmen. Denkbar seien auch neue Standards für die effiziente Nutzung von Energie in Haushalten. “Wir haben uns lange zu sehr auf das Energieangebot konzentriert und zu wenig auf den Verbrauch“, sagte er demnach weiter. Das solle sich ändern.

Zwar gebe es auch in der Wirtschaft vereinzelte Widerstände gegen einen solchen Umbau. Weite Teile der Industrie sähen aber mittlerweile mehr Chancen als Risiken in einer Modernisierung der Wirtschaft. “Die alte Struktur verteidigt sich, aber die neue ist auf der Gewinnerstraße“, betonte der Minister.

Langfristig Umstieg auf erneuerbare Energien

Was ein solcher Strukturwandel etwa für die Kernkraft bedeute, ließ Röttgen offen. Bis zum nächsten Oktober würden Wirtschafts- und Umweltministerium gemeinsam ein Energiekonzept vorlegen. Darin würden nicht einzelne Atommeiler betrachtet, sondern die deutsche Energielandschaft als Ganzes. Entscheidend für längere Laufzeiten für Reaktoren sei letztlich, “ob und wie sie sich in das Konzept einbetten“.

Langfristig allerdings bleibe als Ziel der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien. Für die Verhandlungen über ein neues globales Klimaabkommen, die in gut zwei Wochen in Kopenhagen beginnen, zeigte sich Röttgen optimistisch. “Wir haben aus den Verhandlungen keinen Hinweis, dass wir scheitern werden“, sagte Röttgen. Er warnte die USA, ihren Führungsanspruch zu gefährden. “Führen wollen und bremsen zugleich geht nicht“, wurde Röttgen zitiert.

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