Geht es um Korruption?

Chef von chinesischem VW-Partner festgenommen

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FAW-Vorsitzender Xu Jianyi (L)neben Kanzler Angela Merkel und VW-Chef Martin Winterkorn bei einem Rundgang durch die FAW-VW Fabrik in Chengdu.

Peking - Chinas oberste Anti-Korruptionsermittler haben den Vorsitzenden des Volkswagen-Partners FAW festgenommen. Was für Folgen die Festnahme für das gemeinsame Unternehmen von VW und FAW haben wird, ist noch unklar.

Xu Jianyi stehe unter Verdacht "schwerwiegend gegen die Parteidisziplin und Gesetze" verstoßen zu haben, wie die parteiinterne Disziplinarkommission am Sonntag mitteilte. Damit werden in der Regel Korruptionsvorwürfe umschrieben.

Volkswagen arbeitet eng mit First Automotive Works (FAW) zusammen. Im Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen hatte es während der vergangenen Monate bereits Korruptionsermittlungen gegeben. FAW war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Ermittlungen leitet die mächtige Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei. Erst nach Abschluss ihrer Untersuchungen werden die Fälle den Justizbehörden übergeben. Oft werden die Verdächtigten monatelang festgehalten. Was genau bei den Verhören passiert, wird weder öffentlich noch rechtlich unabhängig überwacht.

Wie alle internationalen Automobilkonzerne muss Volkswagen in China mit einem chinesischen Partner zusammenarbeiten. Bei dem Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen hatte es vergangenes Jahr bereits Korruptionsermittlungen gegeben. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte eine Landesweite Kampagne gegen Korruption angestoßen.

Mitteilung Disziplinarkommission, Chinesisch

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