Co-operative Bank fällt beim britischen Banken-Stresstest durch

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Beim strengen Stresstest der Bank of England fiel mit der Co-operative-Bank ein Institut durch. Lloyds und RBS schafften die Prüfung so gerade. Foto: Facundo Arrizabalaga

London (dpa) - Das britische Bankensystem ist sechs Jahre nach der Finanzkrise noch immer nicht in Normalform. Die angeschlagene britische Co-operative Bank ist beim Stresstest der britischen Notenbank erwartungsgemäß als einziges von acht Instituten durchgefallen.

Die Großbanken Lloyds und Royal Bank of Scotland schafften den Test mit Mühe. Die fünf anderen getesteten Banken, darunter mit der HSBC eines der größten Finanzinstitute der Welt, schafften den Test problemlos. Der erst britische Test dieser Art bildete die Situation der Institute zum Ende des Jahres 2013 ab. "Die Banken sind heute in einem deutlich besseren Zustand als 2008", sagte der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney.

Das von der Bank of England angelegte Szenario für die acht Testkandidaten war härter als das beim europäischen Stresstest, dessen Ergebnisse im Oktober veröffentlicht worden waren. Es sah unter anderem einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit auf zwölf Prozent vor, ein Wegbrechen von 35 Prozent des Immobilienmarktes und einen Einbruch der Finanzmärkte um 30 Prozent vor. Außerdem wurde angenommen, dass die Inflationsrate sowie das Zinsniveau deutlich steigen. Insgesamt lagen dem Testszenario Abschreibungen von 70 Milliarden Pfund zugrunde.

Die durchgefallene Bank Co-operative hat nun die Auflage, 5,5 Milliarden Pfund (6,9 Milliarden Euro) an Schulden abzubauen, wie die Bank am Dienstag nach Abschluss des Tests mitteilte. Das Institut erklärte zudem, im Jahr 2014 seien wichtige Schritte zu mehr Stabilität unternommen worden, die in dem Stresstest nicht berücksichtigt worden seien.

Die hoch verschuldete Royal Bank of Scotland, zu mehr als 80 Prozent in Besitz des britischen Staates, kam in dem Szenario auf eine Kernkapitalquote von 4,6 Prozent - gerade mal 0,1 Prozent über der Minimalanforderung von 4,5 Prozent. Analysten gingen davon aus, dass die Bank nun als Konsequenz auf die Auszahlung einer Dividende verzichten könnte, um ihren Kapitalpuffer zu erhöhen.

RBS-Finanzvorstand Ewen Stevenson erklärte, die Bank woll im Jahr 2015 ihr Ziel einer Quote von elf Prozent Kernkapital erreichen, im Jahr 2016 dann sogar auf zwölf Prozent kommen. Bereits im Laufe des Jahres 2014 seien deutliche Fortschritte erzielt worden - auch wenn die Bank noch immer Rückstellungen für Verfehlungen aus der Vergangenheit machen muss.

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