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Commerzbank machte bei krummen Aktiengeschäften mit

Frankfurt - Die Commerzbank ist Medienberichten zufolge vermutlich in mehr dubiose Aktiengeschäfte verwickelt als bisher bekannt.

In einem vorläufigen Untersuchungsbericht der Prüfungsgesellschaft PWC finden sich nicht nur Hinweise, dass die Bank zwischen 2003 und 2008 sogenannte Cum-Cum-Geschäfte abwickelte, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Samstag berichtete. Prüfer seien auch auf Cum-Ex-Geschäfte gestoßen, die nach fast einhelliger Meinung als illegal gelten. Dies berichtete auch das "Handelsblatt".

Es sei aber bisher kein systematisches Fehlverhalten der Commerzbank erkannt worden, berichtete die "FAZ". Demnach wurden auch noch keine Einzelfälle in den Jahren 2008 bis 2011 gefunden, in denen der Staat Aktionär war.

Eine Sprecherin der Bank bestätigte den Zeitungen, dass die Commerzbank seit Ende 2015 Geschäfte aus den Jahren 2003 bis 2011 untersuche und "proaktiv einen Zwischenbericht an die Steuerbehörden übermittelt" habe. Dass auch die Staatsanwaltschaft über den Zwischenbericht von PWC informiert worden sei, bestätigte sie jedoch nicht.

Banken und Fonds sollen jahrelang sogenannte Cum-Ex-Geschäfte betrieben haben: Dabei kauften oder verkauften sie unmittelbar um einen Dividendenstichtag in Leerverkäufen Aktien mit (cum) und ohne (ex) Dividendenanspruch und ließen sich eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer von den Finanzämtern mehrmals erstatten. Der Staat schloss die entsprechende Lücke in der Steuergesetzgebung erst 2012.

Bei Cum-Cum-Geschäften verleihen ausländische Anleger ihre Anteile an einem deutschen Unternehmen an eine deutsche Bank. Diese kann sich, wenn das Unternehmen eine Dividende ausschüttet, die Kapitalertragsteuer anrechnen oder vom Staat erstatten lassen. Danach gehen die Aktien zurück an den ursprünglichen Besitzer. Die gesparte Steuer teilen sich die Partner. Der Staat geht leer aus.

Auch bei dem Enthüllungen um die "Panama Papers", bei denen es um die Veröffentlichung von Daten der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca geht, tauchte die Commerzbank in den Dokumenten auf.

AFP

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