Commerzbank schreibt wieder schwarze Zahlen

Frankfurt am Main - Nach der Finanzkrise macht die vom Staat gestützte Commerzbank zum ersten Mal wieder Gewinn. Doch das Management fürchtet einen erneuten Rückschlag - auch wegen der Lage in Griechenland.

Die vom Staat gestützte Commerzbank ist zum Jahresauftakt in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Unter dem Strich standen nach Angaben vom Donnerstag 708 Millionen Euro Überschuss nach einem Verlust von 864 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damit übertraf der Frankfurter Dax-Konzern alle Erwartungen, dämpfte aber zugleich den Optimismus. “Wir sind noch nicht am Ziel“, räumte Vorstandschef Martin Blessing in einer Mitteilung ein. Doch das Ergebnis zeige, dass das mit der Integration der Dresdner Bank beschäftigte Institut auf dem richtigen Weg sei.

 “Man kann ein gutes erstes Quartal nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen“, warnte Finanzvorstand Eric Strutz. Im Gesamtjahr erwartet das Management nach wie vor nur Gewinn, wenn Konjunktur und Finanzmärkte mitspielen. Das Umfeld sei weiter fragil, Rückschläge nicht auszuschließen. Das zeige nicht zuletzt die aktuelle Krise in Griechenland.

Spätestens 2011 will die Commerzbank in einem Gesamtjahr im Konzern wieder einen Gewinn erwirtschaften. In den ersten drei Monaten - traditionell das stärkste Vierteljahr für Banken - belief sich der Vorsteuergewinn auf 771 Millionen Euro nach einem Verlust von 884 Millionen Euro im Vorjahr. Eine niedrigere Risikovorsorge und ein positives Handelsergebnis im Investmentbanking trugen zu der positiven Entwicklung bei. Außerdem gingen die Belastungen aus der Dresdner-Integration deutlich zurück. Für faule Kredite legte die Commerzbank 644 (Vorjahresquartal: 844) Millionen Euro zurück. Das Handelsergebnis belief sich auf plus 850 Millionen Euro - nach minus 527 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

dpa

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