Gehälter auf dem Bau steigen - Kräftiges Plus im Osten

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Laut dem Statistischen Bundesamt arbeiten derzeit deutlich mehr Menschen verglichen mit 2015. Foto: Sebastian Kahnert

Ein harter Verhandlungspoker bringt den Durchbruch: Die Bauarbeiter in West und Ost bekommen mehr Geld.

Wiesbaden (dpa) - Gewerkschaft und Arbeitgeber haben in zähen Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe eine Einigung erzielt. Der Abschluss für die 785 000 Beschäftigten sieht ein Einkommensplus von im Westen 4,6 Prozent und im Osten von 5,3 Prozent vor.

Das teilten die IG Bauen-Agrar-Umwelt und die Arbeitgeber am Morgen in Wiesbaden mit. Die Gehälter steigen demnach in zwei Stufen - und zwar am 1. Mai 2016 und am 1. Mai 2017. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 22 Monaten, hieß es.

"Das Ergebnis ist ein Kompromiss, mit dem es sich keine Seite leicht gemacht hat", erklärte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Die Gespräche hätten mehrfach vor dem Scheitern gestanden.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber Frank Dupré betonte: "Unsere Mitarbeiter erhalten aufgrund der niedrigen Inflationsrate eine deutliche Reallohnsteigerung und einen angemessenen Anteil an der Branchenentwicklung." Die Lohnangleichung von Ost und West schreite zudem voran.

Auch bei den Arbeitsbedingungen gab es in der vierten Runde nach 14 Stunden am Verhandlungstisch einen Kompromiss. So zahlt künftig bei weit vom Firmensitz entfernten Baustellen der Arbeitgeber die Übernachtung. Zudem gibt es eine Verpflegungspauschale von 24 Euro pro Arbeitstag. Dem Abschluss müssen noch die Gremien der Vertragspartner zustimmen.

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