Deutsche Export-Branchen sorgen sich um Türkei-Geschäfte

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Containerterminal im Hamburger Hafen: Deutschlands Export-Branchen blicken mit Sorge auf die wirtschaftliche Lage in der Türkei. Foto: Markus Scholz/Archiv

Berlin (dpa) - Nach dem Putschversuch in der vergangenen Woche blicken die wichtigsten deutschen Export-Branchen mit Sorge auf die wirtschaftliche Lage in der Türkei.

Vertreter der Automobilindustrie und des Maschinenbaus sehen ihre künftigen Geschäfte gefährdet. "Politisch unruhige Zeiten sind grundsätzlich kein gutes Umfeld für Investitionen", teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Mögliche Investitionen in der Türkei würden jetzt sicherlich "besonders kritisch geprüft".

Auch für die deutsche Autoindustrie sei nun entscheidend, "dass dieses Land wieder zur politischen Stabilität zurückfindet und damit Planbarkeit für die Unternehmen gegeben ist. Dies gilt auch für die Rechtsstaatlichkeit", wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Die Türkei ist für die Autobranche ein wichtiger Handelspartner und ein wichtiges Produktionsland.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zählte die Türkei 2015 zu den 20 größten Abnehmern deutscher Waren (22,4 Milliarden Euro). Rund 60 Prozent aller deutschen Exporte entfielen demnach auf den Maschinenbau sowie auf die Automobil- und die Chemiebranche. Allein in diesen drei Wirtschaftsbereichen wurden Waren mit einem Wert von 14 Milliarden Euro in die Türkei exportiert.

Türkei im CIA World Factbook

DIHK zur wirtschaftlichen Lage nach Putschversuch in der Türkei

Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer

Deutscher Außenhandel 2015 (Statistische Bundesamt)

Deutscher Außenhandel Export und Import (Statistisches Bundesamt)

Übersicht Außenhandel (Statistisches Bundesamt)

Moody's Meldung zur Türkei

Auswärtiges Amt zur wirtschaftlichen Situation der Türkei

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