Briefporto: Preiserhöhung unvermeidlich

München - Mittelfristig muss tiefer in die Tasche greifen, wer einen Brief verschicken möchte. Post-Vorstand Jürgen Gerdes hält eine Erhöhung des Standardportos für notwendig.

“Der Preis für einen Standardbrief ist seit 1997 stabil, für Geschäftskunden sind die Preise sogar gesunken. Ehrlicherweise sage ich: Wir werden nicht nochmal 13 Jahre ohne Preiserhöhung auskommen,“ sagte der für das Briefgeschäft zuständige Post-Vorstand, Jürgen Gerdes, der “Süddeutschen Zeitung“ zufolge. "Aber die Preise sind streng reguliert, und in 2010 gibt es im nationalen Briefgeschäft garantiert keine Preiserhöhungen.“ Zu der Diskussion um ein erhöhtes Porto für farbige Briefumschläge sagte Gerdes, dies sei bereits seit über zehn Jahren so und von der Netzagentur genehmigt.

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Zudem prüft der Konzern derzeit eine Erhöhung der Zahl der Briefkästen. “Die Zahl wird sicher nicht sinken, eher steigen. Wir prüfen ständig Standorte und Anzahl der Briefkästen mit dem Ziel, den Service zu erhöhen. Wichtig ist die Nähe zum Kunden“, wurde Gerdes weiter zitiert. Derzeit gibt es in Deutschland demnach 109.000 Briefkästen. Auch die Zahl der Post-Außenstellen soll nach seinen Worten erhöht werden. Gerdes sagte: “Unser Plan ist, die Zahl der Verkaufsstellen in den nächsten drei Jahren von 17.000 auf 24.000 weiter auszubauen. Wir arbeiten daran, diesen Prozess zu beschleunigen.“ Derzeit wandelt der Konzern eigene Filialen in solche um, die dann von externen Anbietern wie Lebensmittelhändlern betrieben werden. Gerdes gab sich auch zuversichtlich, dass der geplante Online-Brief ein Erfolg wird. Die Deutsche Post werde dazu mit dem ADAC kooperieren, kündigte Gerdes an: “Gerade haben wir für den Brief im Internet eine umfangreiche Kooperation mit dem ADAC beschlossen. Der allein hat 17 Millionen Mitglieder. Das ist eine sehr gute Basis.“

apn

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