GDL droht mit Ausweitung der Streiks

Frankfurt/Main - Die Lokführergewerkschaft GDL hat mit einer Ausweitung der Streiks gedroht. “Das letzte Angebot der Arbeitgeber ist eine Unverschämtheit“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Freitag in Frankfurt am Main.

Lesen Sie auch:

Lokführer-Streik: Züge fallen reihenweise aus 

Nach dem Ende der Urabstimmung werde der Arbeitskampf in der kommenden Woche ausgeweitet, auch der Güterverkehr werde einbezogen. “Was auf dem Tisch liegt, ist nicht verhandelbar“, sagte Weselsky. Am Freitag hatte der dritte bundesweite Streiktag der GDL stattgefunden.

Die GDL will mit dem Warnstreik einheitliche Tarifstandards für die rund 26 000 Lokführer in der gesamten deutschen Bahnbranche durchsetzen. Das letzte Angebot der Deutschen Bahn sei “eine Frechheit“, sagte Weselsky. Die Lokführer sollten weniger verdienen, die Wochenarbeitszeit erhöht werden. Der Personalverstand der Bahn setze “permanent Halbwahrheiten über ein angeblich verbessertes Angebot in die Welt“.

Die GDL sei bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wenn die Bahn ein besseres Angebot vorlege. Am Montag (7.3.) soll das Ergebnis einer Urabstimmung über offizielle Streiks bekanntgegeben werden. Bis einschließlich Montag, dem Tag der Auszählung, seien keine weiteren Warnstreiks geplant.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesene Artikel

Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Berlin - Der Elektronikhändler Media Markt will seinen Kunden Geräte vermieten statt verkaufen. Ausleihen können soll man die beliebtesten Produkte.
Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Kommentare