Einzelhandel tritt Schuldzuweisungen in Milchkrise entgegen

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Der Einzelhandel wehrt sich gegen Schuldzuweisungen in der Milchkrise - verantwortlich sei die Überproduktion. Foto: Jens Büttner/Archiv

Berlin (dpa) - Der Einzelhandel tritt Schuldzuweisungen wegen der drastisch gesunkenen Milchpreise entgegen. Die Branche sei sich bewusst darüber, dass Milcherzeuger vor großen wirtschaftlichen Problemen stehen.

Das sagte ein Sprecher des Bundesverbands des Lebensmittelhandels vor dem "Milchgipfel" am Montag bei Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU). "Der Handel allein ist jedoch nicht in der Lage, für Auszahlungspreise zu sorgen, die für Milchbauern auskömmlich sind."

Bauernvertreter und Politiker werfen den Supermarktketten Preiskämpfe mit Milchprodukten vor, die bis auf die Landwirte durchschlagen.

Der Handelsverband betonte, wesentliche Ursache der Krise sei der grundsätzliche Mechanismus der Marktwirtschaft: "Die Milchpreise gehen zurück, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt." Wie sich aktuell zeige, sei die deutsche Milchwirtschaft "mittlerweile viel zu stark vom Weltmarkt und seinen Turbulenzen abhängig". Verbrauchern biete der Handel ein breites Angebot an Milchprodukten, bei dem sie auch aus unterschiedlichen Preissegmenten wählen könnten.

Bundesagrarministerium zur Milchkrise

Milchindustrie zu Hintergründen von Milchpreisen

Amtliche Milchpreisstatistik

Bauernverband zu Preissenkungen bei Milch

Bauernverband zu Erwartungen an Milchgipfel

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