Energieverbrauch in Deutschland steigt weiter

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Stromzähler in einem Mietshaus: Der Energieverbrauch in Deutschland hat sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erhöht. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Wirtschaftswachstum, kühles Wetter zum Jahresbeginn, eine größer werdende Bevölkerung - der steigende deutsche Energieverbrauch hat mehrere Ursachen. Billiges Öl, aber auch der Ausbau der Erneuerbaren hinterlassen ebenfalls ihre Spuren.

Köln (dpa) - Der Energieverbrauch in Deutschland hat sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weiter erhöht. Zurückzuführen sei dies vor allem auf die Kälte zum Jahresbeginn, den Schalttag im Februar, das Wirtschaftswachstum und den Bevölkerungszuwachs, berichtete die "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen".

Insgesamt seien fast 233 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) verbraucht worden - 1,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Überdurchschnittlich stark nahm dabei der Mineralölverbrauch zu - um rund 4 Prozent. Bei Dieselkraftstoff gab es ein Plus von 8 Prozent. Dagegen erhöhte sich der Verbrauch von Ottokraftstoff nur um knapp 1 Prozent, bei leichtem Heizöl lag die Steigerung bei 9 Prozent.

Der Erdgasverbrauch lag mit knapp 7 Prozent im Plus. Hauptgründe für den kräftigen Zuwachs waren der höhere Einsatz in der Stromerzeugung sowie das kühlere Wetter in den Monaten Januar, März und April.

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch um 2,8 Prozent. Die Windenergie legte um 8 Prozent zu, Solarenergie verzeichnete ein Minus von 4 Prozent, bei der Biomasse kam es zu einem Plus von 2 Prozent.

Der Verbrauch an Steinkohle sank um knapp 2 Prozent. Vor allem in der Stromerzeugung ging der Einsatz zugunsten erneuerbarer Energien zurück. Der Verbrauch der Stahlindustrie blieb dagegen nahezu unverändert. Der Verbrauch von Braunkohle sank um 1,6 Prozent, von Kernenergie um rund 15 Prozent. Auch 2015 war der Energieverbrauch in Deutschland angestiegen - um 1,1 Prozent.

AG Energiebilanzen zum Energieverbrauch

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