Erneut weniger Privatinsolvenzen

+
Block mit Pfandsiegeln: Gerichtsvollzieher müssen immer seltener einen "Kuckuck" kleben. Foto: Georg-Stefan Russew

Hamburg (dpa) - Immer weniger Privatleute müssen in Deutschland den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Auch dank der weiter sinkenden Arbeitslosigkeit hat sich nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel dieser Trend auch in den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt.

Demnach waren im ersten Quartal 25 649 Bundesbürger von einer Insolvenz betroffen, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bürgel erwartet auch im Gesamtjahr einen Rückgang, das wäre der sechste in Folge. Aktuell werden für 2016 rund 103 000 private Insolvenzen erwartet, der niedrigste Stand seit 2005.

Mit der positiven Lage am Arbeitsmarkt gehe auch die Entwicklung bei den Privatinsolvenzen einher, berichtete Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin am Montag. "Je höher die Realeinkommen der Bürger sind, desto niedriger ist die Gefahr von Privatinsolvenzen." Die durchschnittliche Schuldenlast der Betroffenen lag bei 32 500 Euro.

Mitteilung Bürgel

Meistgelesene Artikel

Bahn-Gewerkschaft EVG: Warnstreiks kommende Woche?

Berlin - Die Bahngewerkschaft EVG macht vor der vierten Tarifrunde mit dem Konzern am Donnerstag Druck und droht mit Warnstreiks bei der Deutschen …
Bahn-Gewerkschaft EVG: Warnstreiks kommende Woche?

Dax-Konzern Linde und US-Rivale Praxair wollen fusionieren

München - Mit einer gescheiterten Fusion und Vorstandsquerelen hat Linde im Herbst Schlagzeilen gemacht. Jetzt unternimmt das Unternehmen einen neuen …
Dax-Konzern Linde und US-Rivale Praxair wollen fusionieren

Massiver Hacker-Angriff auf Thyssenkrupp

Essen - Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist Ziel einer großangelegten Hacker-Attacke geworden, bei dem Daten in unbekanntem Ausmaß gestohlen …
Massiver Hacker-Angriff auf Thyssenkrupp

Kommentare