Experte: Saudischer Wirtschaftsumbau stellenweise noch vage

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Der stellvertretende Kronprinz Mohammed bin Salman bin Abdelasis al-Saud im Königspalast in Riad: Saudi-Arabien will seine Wirtschaft mit einem Billionen-Budget auf mehrere Standbeine stellen. Foto: Bernd von Jutrczenka

Riad (dpa) - Auch Monate nach der Vorstellung des Plans zum momentan wohl umfassendsten Umbaus einer Wirtschaft bleibt das saudische Megaprojekt "Vision 2030" noch vage.

So passe das Bemühen der Regierung, ausländische Arbeitskräfte durch Einheimische zu ersetzten, nicht mit dem Bedürfnis nach ausländischer Expertise für die Diversifizierung zusammen, sagte Oliver Oehms, der Chef der Außenhandelskammer in Riad. "Da ist die Strategie noch nicht im Einklang mit der großen Vision."

Saudi-Arabien will seine Wirtschaft mit einem Billionen-Budget auf mehrere Standbeine stellen und dadurch unabhängiger vom Öl werden. Der drastische Verfall des Weltmarktpreises - unter anderem durch die Ölschwemme aus dem Königreich selbst - riss 2015 ein Rekorddefizit in den Staatshaushalt des Landes. 2016 werde es Oehms Einschätzung zufolge wohl noch deutlicher ausfallen. "Man kann davon ausgehen, dass es sich im zweistelligen Prozentbereich bewegen wird."

Deshalb seien die Maßnahmen der "Vision 2030" aus wirtschaftlicher Sicht "überreif". Doch die Durchführung der Reformen würden in Zeiten gekürzter Subventionen zum Beispiel für Wasser und Benzin politisch wesentlich schwieriger als noch vor zehn Jahren.

Vision 2030

Auswärtiges Amt zu Saudi-Arabien

AHK Saudi-Arabien

Washington Institute Bericht

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