Freiwillige Selbstverpflichtung

Fleischindustrie will Arbeitsbedingungen verbessern

Düsseldorf - Teile der deutschen Fleischindustrie wollen Zeitungsberichten zufolge eine freiwillige Selbstverpflichtung gegen Sozialdumping unterschreiben.

Die Konzerne sagen darin zu, „bis Juli 2016 ihre Strukturen und Organisation derart umzustellen, dass sich sämtliche in ihren Betrieben eingesetzte Beschäftigte in einem in Deutschland gemeldeten, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis befinden“. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag berichtete, ist die Selbstverpflichtung das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und den Fleischkonzernen Tönnies, Vion, Heidemark, Danish Crown und Westfleisch. Das Papier soll demnach am Montag im Bundeswirtschaftsministerium verabschiedet und vorgestellt werden.

Nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ können sich damit Tausende Werkvertrags-Arbeiter Hoffnung auf ein besseres Beschäftigungsverhältnis machen. Die Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie sind immer wieder kritisiert worden. Die zuständige Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hat allerdings Zweifel daran, dass die Selbstverpflichtung tatsächlich wirken wird. Notwendig seien „belastbare gesetzliche Regelungen zur Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen und Leiharbeit“, sagte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster der SZ. Die Unternehmen waren zunächst für Stellungnahmen nicht zu erreichen.

dpa

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