Fremdgehen rechtfertigt Kürzung des Trennungsunterhalts

+
Fremdgehen in der Ehe kann jetzt richtig teuer werden. Ist ein Ehepartner fremdgegangen, hat er ab sofort keinen vollen Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Berlin - Jetzt kann Fremdgehen richtig teuer werden. Ist ein Ehepartner fremdgegangen, hat er ab sofort keinen vollen Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Das geht aus einem Urteil des Brandenburgischen Oberlandesgerichts (Az.: 10 UF 166/03) hervor, wie die Familienanwälte des Deutschen Anwaltvereins mitteilen. In dem Fall hatte eine Frau während ihrer Ehe ein Verhältnis mit einer anderen Frau angefangen. Nach der Trennung forderte sie von ihrem Mann für die gesamte Zeit bis zur Scheidung den vollen Trennungsunterhalt.

Ihr Mann weigerte sich zu zahlen, woraufhin sie klagte. Die Richter sprachen der Frau einen um die Hälfte verringerten Trennungsunterhalt zu. Da die Klägerin ein auf Dauer angelegtes außereheliches Verhältnis zu einem Zeitpunkt einging, als die Ehe noch als “intakt“ zu bezeichnen gewesen sei, liege von ihrer Seite ein eindeutiges Fehlverhalten vor. Deshalb sei eine uneingeschränkte Zahlung des Unterhalts “grob unbillig“. Andererseits wiege das Fehlverhalten nicht so schwer, dass es den kompletten Wegfall des Unterhalts rechtfertige, argumentierten die Richter.

Meistgelesene Artikel

Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Berlin - Der Elektronikhändler Media Markt will seinen Kunden Geräte vermieten statt verkaufen. Ausleihen können soll man die beliebtesten Produkte.
Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Dieses Wasser ist die "Mogelpackung des Jahres" 

Hamburg - Weniger in die Packung, dafür ein höherer Preis. Verschiedene Produkte standen deswegen in der Schlussabstimmung zur Mogelpackung des …
Dieses Wasser ist die "Mogelpackung des Jahres" 

Kommentare