Troika in Athen - Zweifel an Sparpaket

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Herman van Rompuy (l.) und Antonis Samaras.

Athen - Die Kontrolleure der internationalen Geldgeber Griechenlands haben noch Zweifel an einigen Punkten des Sparpakets der Regierung in Athen. Besonders bei einem wichtigen Bereich.

Vor allem erwartete Einnahmen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung würden von den Kontrolleuren als „nicht sicher eingestuft“, sagte ein enger Mitarbeiter von Finanzminister Ioannis Stournaras am Sonntagabend in Athen.

Stournaras war mit Vertretern der Geldgeber-Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) zusammengekommen, um über das mehr als 11,5 Milliarden Euro schwere neue Sparprogramm zu beraten.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, haben die griechischen Finanzexperten ein Bündel von Maßnahmen im Umfang von etwa 17 Milliarden Euro ausgearbeitet. Demnach ist die Summe mit Absicht größer als das angestrebte Sparpaket (11,5 bis 11,9 Milliarden Euro), falls die Troika einige Sparmaßnahmen als unglaubwürdig oder nicht sicher greifend ablehnt. Genau dies sei eingetreten, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Unterdessen begann am Sonntagabend ein Treffen der Chefs der drei Koalitionsparteien Griechenlands. Finanzminister Stournaras informierte Ministerpräsident Antonis Samaras, den Sozialistenchef Evangelos Venizelos und den Chef der Demokratischen Linken Fotis Kouvelis über die Ergebnisse seiner Gespräche mit der Troika. Danach wollten die drei Koalitionspartner beraten, wie es weitergehen soll.

dpa

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