Gewerkschaft warnt vor "Kahlschlag" bei Schenker

+
Ein Sprecherin nannte den Arbeitsplatzabbau "Gedankenspiele auf Arbeitsebene, die in keiner Weise mit dem Vorstand abgestimmt sind". Foto: Bodo Marks/Archiv

Berlin (dpa) - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fürchtet einen drastischen Arbeitsplatzabbau bei der Bahn-Gütersparte DB Schenker Rail. EVG-Chef Alexander Kirchner sprach am Freitag von einer verkehrspolitischen Bankrotterklärung.

"Hier geht es um Existenzen, um Menschen, die sich für die DB AG aufgerieben haben." Nach Informationen aus Arbeitnehmerkreisen erwägt der Konzern, bis zu 5000 Arbeitsplätze abzubauen und hunderte Güterverkehrsstellen nicht mehr anzufahren. Das Unternehmen bestätigte das nicht.

"Das sind Gedankenspiele auf Arbeitsebene, die in keiner Weise mit dem Vorstand abgestimmt sind", sagte eine Bahnsprecherin. Damit erübrige sich jedgliche Kommentierung. Die Bahn hatte im vergangenen Jahr im Schienengüterverkehr rote Zahlen geschrieben, Schenker Rail gilt im Konzern als Sorgenkind. Konzernchef Rüdiger Grube hatte einen tiefgreifenden Konzernumbau angekündigt und auch einen Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Die Pläne dazu sollen im Dezember vorliegen. DB Schenker Rail hat 31 000 Beschäftigte.

Bahn-Pressemitteilungen

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Frankfurt/Main - Weniger Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen: Vor allem Streiks und die Angst vor Terroranschlägen haben dem Frankfurter …
Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Wolfsburg - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW soll der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn deutlich früher über die Vorgänge …
Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Kommentare