Handel erholt sich gut von Krise

Frankfurt/Main - Der Handel in Deutschland hat sich laut einem Zeitungsbericht in der Krise bisher deutlich besser geschlagen als befürchtet.

Das geht aus dem Handelsreport 2010 hervor, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Dienstag in Berlin veröffentlichte. Demnach hat sich der Handel zu Jahresbeginn gut behauptet. Mehr als drei Viertel der Händler bewerteten ihre Lage als gut oder befriedigend. Damit sei die Branche zwar etwas unzufriedener als die Gesamtwirtschaft, sie bleibe aber auf dem Niveau vom Herbst 2009, hieß es. Was die Erwartungen für 2010 angeht, so blickt der Großhandel wieder mit deutlich mehr Optimismus in die Zukunft als im Vorjahr.

Die Erwartungen im Einzelhandel bleiben dagegen laut DIHK etwas zurückhaltender, verbessern sich allerdings leicht. Das lange Zeit befürchtete “dicke Ende“ beim Konsum dürfte nach den Einschätzungen der Händler ausbleiben - vor allem dank des erfreulich robusten Arbeitsmarktes. Die Aussichten für das Auslandsgeschäft hellen sich demnach noch einmal deutlich auf. Der exportorientierte Großhandel profitiere von der verbesserten Wirtschaftsentwicklung in nahezu allen Teilen der Welt, hieß es.

Die Investitionen in der Branche zögen wieder an, vor allem beim Großhandel und den Handelsvermittlern. Sogar der Einzelhandel vermelde etwas höhere Budgets - Zeichen eines zurückkehrenden Vertrauens in die wirtschaftliche Erholung. Besonders negativ stelle sich allerdings die Situation im Kfz-Handel dar. Stärker investieren werden den Erwartungen zufolge vor allem große Handelsunternehmen. Sogar die Beschäftigungspläne im Handel verbessern sich laut DIHK leicht gegenüber dem Wert aus dem Herbst 2009. Sie blieben aber auf einem niedrigen Niveau, so dass der Handel kaum zum Beschäftigungsaufbau beitragen werde.

DAPD

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