Wirtschaftsforscher: Aufschwung ist da

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Die Institute erwarten im kommenden Jahr einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 Prozent. Foto: Patrick Pleul

Rekordbeschäftigung, Verbraucher in Kauflaune und billiges Öl als kostenloses Konjunkturprogramm: In ihrem neuen Frühjahrsgutachten verbreiten die Wirtschaftsforschungsinstitute viel Optimismus.

Berlin/Düsseldorf (dpa) - Die führenden Wirtschaftsforscher erwarten im laufenden Jahr einen kräftigen Aufschwung in Deutschland.

Die Institute wollen ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum von 1,2 auf 2,1 Prozent deutlich anheben, berichtete das "Handelsblatt" (Donnerstag) unter Berufung auf mit dem neuen Frühjahrsgutachten vertraute Kreise.

Im kommenden Jahr sei dann mit einem Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 Prozent zu rechnen. 2014 hatte das deutsche BIP um 1,6 Prozent zugelegt.

Die Institute stellen ihre Schätzungen an diesem Donnerstag in Berlin offiziell vor. Die deutsche Exportwirtschaft profitiert derzeit unter anderem vom billigen Rohöl und vom schwachen Euro, der Ausfuhren außerhalb der europäischen Währungsunion günstiger macht.

Die Bundesregierung ist angesichts weltweiter Krisen vorsichtiger und erwartet 2015 ein Plus von gut 1,5 Prozent, wie aus dem vom Kabinett beschlossenen Haushalts- und Finanzbericht für die EU-Kommission hervorgeht. Wie die Institute trauen auch viele andere Experten Europas größter Volkswirtschaft deutlich mehr zu. So hob der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zuletzt auch seine Prognose von 1,5 auf 2,0 Prozent an.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht erneut von einer Rekordbeschäftigung aus. Die Zahl der Erwerbstätigen werde voraussichtlich um 170 000 zulegen und im Jahresschnitt auf über 42,8 Millionen steigen. Bis 2019 sollen dann etwa 43,1 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Die Arbeitslosigkeit soll 2015 um 40 000 Personen leicht zurückgehen.

Nach Einschätzung der Regierung wird das Wachstum rein rechnerisch komplett von der starken Inlandsnachfrage getragen. Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, konsumieren die Verbraucher viel. Dazu passt, dass Arbeitnehmer höhere Löhne und Gehälter bekommen.

Die Nettolöhne und -gehälter dürften um 2,6 Prozent anziehen, die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte in ähnlicher Größenordnung. Die Kaufkraft der Verbraucher werde auch gestärkt, weil die Inflation mit 1,4 Prozent moderat ansteige, erklärte die Regierung.

BMF zu Stabilitätsprogramm und Konjunktur

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