Hannover Messe mit Positiv-Fazit

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Roboter auf der Hannover Messe: Im Fokus standen in diesem Jahr Anwendungsbeispiele rund um das Zukunftsthema vernetzte Industrie. Foto: Julian Stratenschulte

Mit dem Besuch von US-Präsident Obama punktete die Hannover Messe gleich zum Auftakt. Die Verbände sprechen industriepolitisch von einem starken Signal aus Hannover. Sie spüren beim Zukunftsthema Industrie 4.0 eine Aufbruchstimmung.

Hannover (dpa) - Zum Abschluss der 70. Hannover Messe haben Organisatoren, Aussteller und Verbände ein positives Fazit gezogen. Vor allem dank des starken Partnerlands USA mit allein 465 Ausstellern war diesmal die internationale Aufmerksamkeit enorm.

Dies erklärte Messe-Chef Jochen Köckler kurz vor dem Ende der fünftägigen Veranstaltung am Freitag. Noch nie waren so viele politischen Entscheidungsträger und Konzernlenker aus der Industrie auf der Messe vertreten wie diesmal, als US-Präsident Barack Obama sie eröffnete.

Der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) sprach von einem starken Signal aus Hannover für die vernetzte Industrie von morgen ("Industrie 4.0"). "Die Hannover Messe markiert für uns den Aufbruch in ein neues Industriezeitalter", erklärte ZVEI-Chef Michael Ziesemer. Nie zuvor sei das Zukunftsthema so greifbar gewesen. Mit den USA hätte man dafür zudem keinen besseren Partner finden können. Ziesemer: "Wir haben in Hannover eine internationale Industrie-4.0-Bewegung in Marsch gesetzt."

Auch der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenhersteller VDMA betonte, die digitalisierte, vernetzte Produktion ziehe nun in den Unternehmensalltag ein - auch das habe die Messe deutlich gemacht. Insgesamt waren auf der fünftägigen Veranstaltung mehr als 400 konkrete Anwendungsbeispiele zu sehen, erklärte der Vorsitzende des Ausstellerbeirats, Friedhelm Loh. Alle Aussteller hätten sich mit Blick auf Besucherzahlen und Werbewirkung extrem positiv geäußert.

Jeder dritte Besucher reiste aus dem Ausland an. Mit 6000 Besuchern aus China und 5000 aus den USA kamen aus diesen Ländern so viele Besucher wie nie zuvor. Trotz Behinderungen bei der Bahn-Anreise und einem Streiktag in Hannovers öffentlichen Nahverkehr geht Messe-Chef Köckler von insgesamt rund 192 000 Besuchern aus - gegenüber dem vergleichbaren Messejahr 2014 ein zehnprozentiges Plus.

"Das Partnerland USA und der Besuch des US-Präsidenten haben der diesjährigen Messe zweifellos bei der Aussteller- und Besucheranzahl einen Schub gegeben", sagte Loh zum Abschluss der Messe. Sie habe deutlich gemacht, dass die industrielle Welt nach technologischer Orientierung suche. "Wir müssen jetzt verdeutlichen, welche Geschäftsmodelle durch Industrie 4.0 möglich sind und sie auf der nächsten Hannover Messe zeigen", betonte der Manager.

Im Fokus standen diesmal Anwendungsbeispiele rund um das Zukunftsthema der vernetzten Industriewelt von morgen. Insgesamt zeigten 5200 Hersteller aus 75 Ländern ihre Produkte und Lösungen rund ums Thema. Partnerland der Hannover Messe im kommenden Jahr (24.-28. April) wird Polen sein, Deutschlands achtgrößtes Exportland.

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