DB: Huber neuer Fernverkehrs-Chef

Frankfurt - Die Fernverkehrssparte der Deutschen Bahn hat eine neue Führungsspitze. Der DB-Netz-Vorstand Berthold Huber löst den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Nikolaus Breuel mit sofortiger Wirkung ab.

Der 50-jährige Breuel hatte am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt. Mit ihm verlassen auch Jörg Manegold und Robert Etmans den Vorstand der Bahn-Tochter. Bahn-Chef Rüdiger Grube begrüßte die Entscheidung des Aufsichtsrats. Huber sei ein “ausgewiesener Experte des Schienenpersonenverkehrs“. Zusammen mit seinem Vorstandsteam stehe er für einen Neuanfang im DB Fernverkehr. “Damit wollen wir zum einen gewährleisten, dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen der Kunden- und Qualitätsinitiative nachhaltig umgesetzt werden“, erklärte Grube. Zum anderen habe der neue Vorstand die Aufgabe, die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, so den schärfer werdenden Wettbewerb im Verkehrssektor, die umfassende Flottenerneuerung im Fernverkehr, die nachhaltige Qualitätsverbesserung und -sicherung sowie die zunehmende Internationalisierung auf der Schiene.

Der 47-jährige Huber kam den Angaben zufolge nach einer Tätigkeit als Unternehmensberater für Ernst & Young 1997 zur Deutschen Bahn. Dort war er unter anderem von 2003 bis 2008 für den Regionalverkehr in Bayern verantwortlich. Zuletzt war er im Vorstand der DB Netz für Personal zuständig. Neu in den Vorstand kommt Andreas Busemann, bislang Leiter Technologie bei der DB Netz AG und Technikchef Infrastruktur für den gesamten Konzern. Die Aufgaben des bisherigen Vorstands Personal und Bordservice, Etmans, werden den Angaben nach neu aufgeteilt. Katharina Heuer übernimmt das Personalressort, Manuel Rehkopf den neu geschaffenen Vorstandsposten für Angebotsplanung, Borddienste und Bordgastronomie. Die DB Fernverkehr ist eine 100-prozentige Tochter der DB Mobility and Logistics AG, in deren Vorstand Ulrich Homburg für den gesamten Personenverkehr zuständig ist. Homburg ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der DB Fernverkehr AG.

dapd

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Köln (dpa) - Die internationale Möbelmesse IMM hat in Köln begonnen. Bis Sonntag werden etwa 150 000 Besucher erwartet. In den ersten vier Messetagen …
Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Kommentare