Warnstreiks in NRW-Metallindustrie werden ausgesetzt

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Für die 700 000 Beschäftigten in NRW fordert die IG Metall 5,5 Prozent mehr Lohn. Foto: Peter Endig

Mülheim/Ruhr (dpa) - Nach einer Woche massiver Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie gehen Arbeitgeber und Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen nun aufeinander zu.

In der dritten Tarifrunde, die am Freitag im Bezirk Nordrhein-Westfalen eröffnet wurde, machten beide Seiten in der umstrittenen Frage der Bildungsteilzeit erste Fortschritte.

Die Verhandlungen seien aber nach wie vor schwierig, sagte NRW-Metallarbeitgeberchef Arnd Kirchhoff. "Es ist nicht einfach, aber wir haben einen Einigungswillen". Er regte an, den bereits bestehenden Tarifvertrag Zukunft in Bildung für einen größeren Personenkreis zu öffnen.

Die IG Metall reagierte auf die ersten Zugeständnisse der Arbeitgeber mit einer Aussetzung der Warnstreiks bis zum 18. Februar. An dem Tag soll die Tarifkommission über das weitere Vorgehen in dem Tarifkonflikt entscheiden.

Die Verhandlungen in Mülheim/Ruhr für die rund 700 000 Beschäftigten in NRW wurden am Nachmittag vertagt, ein neuer Termin wurde noch nicht festgelegt. In der kommenden Woche stehen in den beiden anderen großen Metall-Tarifbezirken Bayern und Baden-Württemberg Verhandlungen an. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Lohn, flexiblere Regelungen der Altersteilzeit und einen Einstieg die Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber haben bislang einen Lohnzuwachs von 2,2 Prozent geboten.

Die Offerte nannte Kirchhoff zu Beginn der Gespräche ein "ausgesprochen faires Angebot". Die massiven Warnstreiks seien nicht angemessen.

Begleitet war die dritte Verhandlungsrunde in NRW erneut von Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen. Am Verhandlungsort protestierten laut IG Metall 10 000 Beschäftigte aus zahlreichen Betrieben in NRW für ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. An den seit einer Woche andauernden Warnstreiks beteiligten sich im Land laut IG Metall mehr als 100 000 Beschäftigte.

Pressemitteilung Metall NRW

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