Mehr als 6000 Anrufe bei Mindestlohn-Hotline der Bundesregierung

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Werbung für die "Mindestlohn Hotline" am Haus der Gewerkschaften in Stralsund. Foto: Stefan Sauer

Berlin (dpa) - Beschäftigte und Arbeitgeber haben über die Mindestlohn-Hotline der Bundesregierung seit Anfang des Jahres bisher mehr als 6190 Mal um Rat gefragt. Damit sei die Zahl der Anfragen stark gestiegen, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Im Oktober waren es noch 1248 Anfragen, im November 3823 und im Dezember 6586. "Die Zahlen zeigen, dass das Interesse und der Bedarf an Informationen rund um den Mindestlohn sehr hoch sind, aber damit war zu rechnen", sagte der Sprecher. Es zeichne sich ab, dass zum Beispiel Fragen danach, für wen der Mindestlohn genau gilt und ab wann er zu zahlen ist, eine Hauptrolle spielen.

"Grundsätzlich wird jede Frage beantwortet, Genauigkeit und Qualität in der Beratung gehen vor Schnelligkeit", sagte der Sprecher. Aus welchen Branchen besonders viele Anrufe kommen, welches die am meisten nachgefragten Themen sind oder in welchem Verhältnis Beschäftigte und Arbeitgeber anrufen, könne noch nicht belastbar gesagt werden. Eine Rolle spielten auch die öffentliche Berichterstattung und Auszahlungstermine der Gehälter. Aussagekräftige Daten würden folgen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will laut ihrem Ressort nun in ihren regelmäßigen Pressekonferenzen zu den Arbeitsmarktzahlen auch über aktuelle Entwicklungen rund um den Mindestlohn berichten. Auch zur Nutzung der Hotline werde sie Stellung nehmen.

Bei der Hotline des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) waren zuletzt seit Jahresbeginn rund 3000 Anrufe eingegangen. Der DGB meint, viele seien verunsichert. Nachgefragt werde dort unter anderem zu Ausnahmen vom Mindestlohn oder zur Frage, wie sich Arbeitnehmer rechtlich gegen zu niedrige Zahlungen wehren können.

Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gilt seit Jahresbeginn.

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