Inflation sinkt trotz Sprit-Abzocke

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Die steigenden Spritpreise haben den Autofahrern im März zugesetzt.

Wiesbaden - Rekordspritpreise haben den Autofahrern im März das Geld aus der Tasche gezogen. Dennoch ist die Inflation auf dem Rückzug - zumindest auf Jahressicht.

Die Inflation in Deutschland hat sich im März trotz der Rekordpreise an den Zapfsäulen etwas abgeschwächt. Die Jahresteuerungsrate sank von 2,3 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Berechnungen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise allerdings um 0,3 Prozent.

Getrieben wurde die Inflation auf Jahressicht erneut von den hohen Energiekosten (plus 6,7 Prozent). Besonders stark schlugen die Preissteigerungen bei Sprit (plus 7,7 Prozent) und Heizöl (plus 8,6 Prozent) durch. Allerdings fiel der Anstieg weniger stark aus als in der Vergangenheit. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate nur bei 1,6 Prozent gelegen.

Trotz des Rückgangs verharrt die Inflation weiter über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter 2 Prozent. Vor allem die Geldschwemme der Notenbank sehen Volkswirte als Gefahr für die Preisstabilität: Je mehr von dem extrem billigen Geld über Kredite an Unternehmen und Verbraucher in Umlauf komme, umso größer die Gefahr steigender Inflationsraten.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

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Die EZB betont dagegen, alle geldpolitischen Sondermaßnahmen seien vorübergehender Natur. Die Notenbank sieht die Preisstabilität mittelfristig nicht in Gefahr, auch wenn sie einräumt, dass die Teuerungsrate im Euro-Raum 2012 über dem Zielwert von 2,0 Prozent liegen dürfte.

Deutlich mehr mussten die Verbraucher im März in Deutschland auch für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zahlen. Fleisch kostete 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, Fisch verteuerte sich um 4,6 und Brot um 4,5 Prozent. Auch für Tabakwaren (plus 5,9 Prozent) mussten die Verbraucher wegen der vergangenen Steuererhöhungen tiefer in die Tasche greifen.

Im Monatsvergleich zogen vor allem die Spritpreise kräftig an (plus 4 Prozent). Heizöl wurde mit Ende der kalten Jahreszeit dagegen 0,2 Prozent billiger.

dpa

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