Inflation steigt im Juli leicht

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Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau. Foto: Andreas Gebert

Günstigerer Sprit, billigeres Gas: Verbraucher in Deutschland profitieren weiter von einer geringen Inflation. Für manches müssen sie aber tiefer in die Tasche greifen.

Wiesbaden (dpa) - Teurere Lebensmittel und höhere Mieten haben die Inflation in Deutschland im Juli leicht steigen lassen. Die Verbraucherpreise stiegen gemessen am Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Eine etwas höhere Rate hatte es zuletzt im Januar mit 0,5 Prozent gegeben.

Damit setzt sich der Trend zu einer etwas höheren Inflation fort: Im Juni hatte die Rate bei 0,3 Prozent gelegen, im Mai bei 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat legten die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent zu. Insgesamt bleibt die Inflation auf einem niedrigen Niveau.

Preisdämpfend wirkte weiter die Energie, die deutlich günstiger war als ein Jahr zuvor (minus 7,0 Prozent). Nach dem jüngsten Rückgang der Rohölpreise hat sich dieser Effekt zuletzt wieder etwas verstärkt. Für leichtes Heizöl und Gas mussten Verbraucher weniger ausgeben als vor einem Jahr, Strom verteuerte sich leicht. Auch die Preise für Sprit fielen binnen Jahresfirst deutlich. Die niedrigen Energiepreise entlasten die Budgets der Verbraucher.

Für Nettokaltmieten indes mussten die Bundesbürger laut den Berechnungen 1,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Nahrungsmittel verteuerten sich ebenso stark, da die Preise für Obst und Gemüse stiegen.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die Mini-Inflation Sorgen. Dauerhaft niedrige oder sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen und Käufe in Erwartung noch niedrigerer Preise aufschieben. Die Notenbank strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp 2,0 Prozent an. Um die Inflation anzuheizen, hat die EZB die Zinsen gesenkt und flutet die Märkte mit billigem Geld.

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