Jede dritte Metallfirma 2009 in roten Zahlen

Deidesheim/Berlin - Ein Drittel der deutschen Metall- und Elektrounternehmen hat im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Die Branche ist 2009 nur knapp an einer Verlustzone vorbeigeschrammt.

Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor, deren Ergebnisse der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Freitag vorstellte. Der Verband kommt am Freitag im pfälzischen Deidesheim zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Der Präsident Martin Kannegiesser (68) kandidiert für eine weitere zweijährige Amtszeit.

Die Branche blieb laut Umfrage im Krisenjahr 2009 insgesamt in der Gewinnzone. Die Umsatzrendite nach Steuern sank im Durchschnitt auf 0,6 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2008. “Wir sind noch einmal knapp an der Verlustzone vorbeigeschrammt“, bemerkte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Michael Stahl. Für eine Entwarnung sei es allerdings zu früh. So sei die Zahl der Insolvenzen in der Branche im ersten Quartal 2009 noch einmal um ein Drittel gestiegen. Der Auftragseingang müsse noch 18 Prozent, die Produktion sogar noch 22 Prozent aufholen, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei.

Nicht schlecht sieht es für den Arbeitsmarkt aus. “Wenn die Frühindikatoren nicht trügen, könnte sich auch der Personalabbau verlangsamen und in der zweiten Jahreshälfte vielleicht sogar zum Stillstand kommen“, sagte Stahl. Ende 2009 waren in der Metall- und Elektroindustrie gut 3,5 Millionen Mitarbeiter in 23 600 Unternehmen beschäftigt.

dpa

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