EU-Staaten einig über neue Regeln für Bio-Produkte

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Banane mit Bio-Aufkleber. Foto: Christoph Schmidt/Illustration

Ob Tierhaltung oder Ackerbau: Biobauern müssen besonders strenge Vorgaben einhalten. Das soll auch so bleiben. Doch spezielle Schadstoff-Grenzwerte sollen in Europa nicht zur Pflicht werden.

Luxemburg (dpa) - Europa steuert auf neue Regeln für Öko-Produkte zu: Die EU-Landwirtschaftsminister einigten sich bei ihrem Treffen am Dienstag in Luxemburg auf eine Reform.

Die von Deutschland abgelehnten Schadstoff-Grenzwerte speziell für Bio-Waren soll es demnach nicht geben. Die Bundesregierung hatte befürchtet, besonders strenge Grenzwerte könnten die Wachstumsbranche ausbremsen. Beschlossen ist aber noch nichts, weil die Staaten sich noch mit dem Europaparlament einigen müssen.

Länder wie Belgien und Italien, die derzeit eine Grenzwert-Regelung haben, dürfen sie allerdings bis zum Jahr 2020 beibehalten. "Dann muss sie auslaufen", erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU).

Zudem sollen nationale Obergrenzen laut Schmidt nur für Bio-Produkte gelten, die in dem entsprechenden Land hergestellt worden sind. Waren aus Ländern wie Deutschland, die keine speziellen Öko-Grenzwerte haben, könnten damit weiterhin europaweit verkauft werden.

In Deutschland gelten für die Schadstoff-Belastung von Öko-Produkten die gleichen Grenzwerte wie für andere Lebensmittel. Biologisch arbeitende Landwirte müssen aber besondere Anforderungen erfüllen und sich strengeren Kontrollen stellen. Diese sollen in Zukunft im Normalfall jährlich, bei besonders zuverlässigen Produzenten alle 30 Monate stattfinden.

"Bio darf nicht allein auf Grenzwerte im Endprodukt reduziert werden", erklärte Schmidt am Abend in Berlin. Die Einigung sei "Basis für eine gute Weiterentwicklung für die Öko-Branche".

Foodwatch zu Bio-Lebensmitteln

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