Kalifornien begrenzt Stromverbrauch von Fernsehgeräten

+
Eine Frau betrachtet ein Flatscreen-TV-Gerät. Der US-Bundesstaat Kalifornien Stromverbrauch wird den Stromverbrauch von neuen Fernsehern ab 2011 schrittweise reduzieren.

Sacramento - Kalifornien führt Richtlinien für den Stromverbrauch von Fernsehern ein. Der Energieausschuss des US-Staates stimmte am Mittwoch (Ortszeit) einstimmig für eine neue Regelung.

Danach soll der Stromverbrauch von Neugeräten ab 2011 schrittweise reduziert werden. Umweltschützer hoffen auf eine Vorbildfunktion für die gesamten USA, so dass die Hersteller auch landesweit energiesparende Geräte in den Handel bringen.

“Kalifornien zeigt wieder einmal den Weg, und wir hoffen, dass uns andere folgen“, sagte Noah Horowitz vom Natural Resources Defense Council. Dass Kalifornien Standards für den Spritverbrauch von Fahrzeugen eingeführt hat, hat die Industrie bereits zur Entwicklung effizienterer Modelle für die gesamten Vereinigten Staaten gezwungen.

Kritik: Entwicklung neuer Geräte behindert

Einige Hersteller argumentieren, dass durch die Richtlinien die Entwicklung neuer Geräte behindert wird und die Auswahlmöglichkeiten der Kunden einschränkt werden. Außerdem könnten die Verbraucher in Kalifornien künftig einfach Fernsehgeräte in anderen Staaten kaufen.

Der Energieausschuss habe den Menschen “willkürliche Standards“ aufgezwungen, kritisierte Jason Oxman vom Branchenverband Consumer Electronics Association.

In Kalifornien werden jährlich etwa elf Prozent der insgesamt 35,4 Millionen Fernsehgeräte in den USA verkauft. Schätzungen des Energieausschusses zufolge machen die Geräte etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs eines Haushalts aus.

Der kalifornische Energieausschuss hat bereits Standards für den Energieverbrauch von Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten verabschiedet.

AP

Meistgelesene Artikel

Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Frankfurt/Main - Weniger Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen: Vor allem Streiks und die Angst vor Terroranschlägen haben dem Frankfurter …
Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Wolfsburg - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW soll der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn deutlich früher über die Vorgänge …
Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Kommentare