Karstadt-Tarifverhandlungen gehen in die heiße Phase

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Bereits im kommenden Jahr sollen sechs Karstadthäuser geschlossen werden. Foto: Martin Gerten

Berlin (dpa) - Die Tarifverhandlungen für die rund 17 000 Karstadt-Beschäftigten gehen am Dienstag in die entscheidende Phase.

Nachdem bei den ersten drei Treffen der Tarifpartner eine genaue Analyse der Unternehmenssituation im Mittelpunkt gestanden habe, gehe es bei den Gesprächen in Ratingen um die konkreten Verhandlungen, sagte der Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes am Montag.

Peukes rechnet mit einer harten Auseinandersetzung. "Die Arbeitgeberseite hat Maximalforderungen auf den Tisch gelegt, die nicht akzeptabel sind", sagte er. Statt in das Unternehmen zu investieren, setze Karstadt auch nach dem Einstieg des österreichischen Immobilien-Investors René Benko ausschließlich auf weitere Zumutungen für die Beschäftigten und auf eine konzeptlose Sparpolitik. Nach Betriebsratsangaben will das Unternehmen eine Streichung des Urlaubsgelds und der tariflichen Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) ab 2015 sowie eine Erhöhung der Arbeitszeiten durchsetzen.

Ziel der Gewerkschaft ist es nach Peukes Worten, "so viele Arbeitsplätze und Standorte wie möglich zu erhalten, und dass für die Beschäftigten perspektivisch wieder die Tarifbindung gilt". Außerdem müsse eine schnelle Lösungen für die Karstadt-Mitarbeiter der sechs Häuser gefunden werden, die schon im kommenden Jahr geschlossen werden sollen.

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