Landesweiter Streik in Griechenland

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Griechenland steht still - auch Mitarbeiter des Kulturministeriums streiken.

Athen - In Griechenland hat ein landesweiter Streik große Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Die Menschen wollen die Stellenstreichungen und harten Sparmaßnahmen nicht mehr länger hinnehmen.

Ab Donnerstagmorgen wurde für 24 Stunden beim Fährbetrieb und dem öffentlichen Verkehrssystem die Arbeit niedergelegt. Schulen blieben geschlossen, staatliche Krankenhäuser mussten mit reduziertem Personal auskommen. Der Flugverkehr war nicht betroffen. Grund für den Streik waren die Zusicherungen der neuen griechischen Regierung an die ausländischen Kreditgeber, dass sie weitere tief greifende Reformen im Land durchsetzen werde.

Papademos hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und den Internationalen Währungsfonds versprochen, die steuerliche Konsolidierung fortzusetzen, um einen “gesunden Haushalt zusichern“ zu können. Die Eurogruppe stellte am Dienstag Griechenland einen Notkredit in Höhe von 130 Milliarden Euro zur Verfügung, um einen unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott abzuwenden.

Gewerkschafter: Menschen zwischen Armut und Verzweiflung

Der griechische Sparplan umfasst einen Stellenabbau und Gehaltskürzungen im öffentlichen Sektor sowie eine Sondersteuer für Hausbesitzer. Sollten die Steuerzahler die Zahlung verweigern, wird ihnen der Strom abgestellt.

“Da wird eine Situation geschaffen, die nicht länger hingenommen werden kann“, sagt Ilias Iliopoulos von der Gewerkschaft für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. “Die Menschen leben irgendwo zwischen Armut und Verzweiflung.“ Die Maßnahmen der Regierung sollten helfen, die Situation im Land zu verbessern, stattdessen rutscht das Land Iliopoulos zufolge immer tiefer in die Schulden. Die Arbeitslosigkeit steige und die Rezession sei so hoch wie nirgendwo anders in Europa. Das Land “fällt auseinander“, sagte der Gewerkschafter.

dapd

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