Lufthansa-Piloten streiken nicht

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Lufthansa und ihre Piloten haben sich auf eine Schlichtung verständigt.

Frankfurt/Main - Aufatmen bei den Fluggästen der Lufthansa: Der für kommende Woche angekündigte viertägige Pilotenstreik ist vorerst vom Tisch.

Der Konzern und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit einigten sich am Mittwochabend auf eine Schlichtung, wie die Tarifparteien mitteilten. Wer der Schlichter wird, ist demnach aber noch unklar. In dem seit Monaten dauernden Tarifkonflikt geht es vor allem um die Auslagerung von Jobs in günstigere Tochtergesellschaften. Das Unternehmen zeigte sich von der ersten Einigung erfreut.

“Wir begrüßen, dass der für die kommende Woche angekündigte Streik nicht stattfinden wird und unsere Kunden damit wieder Planungssicherheit haben“, sagte Sprecherin Claudia Lange. Die Lufthansa sei auf die Vereinigung Cockpit zugegangen, und man habe sich auf Eckpunkte für eine Schlichtung geeinigt. Die Vereinigung Cockpit bestätigte die Einigung. “Die Tarifpartner wollen sich in den nächsten Tagen auf einen Schlichter verständigen“, erklärte ein Sprecher.

Auch Cargobereich und Germanwings betroffen

Der Piloten-Streik sollte von Dienstag bis Freitag stattfinden. Betroffen wären neben den Passagierfliegern der Lufthansa auch Frachtmaschinen von Lufthansa Cargo und die Billigtochter Germanwings gewesen. Bereits Ende Februar waren rund 4.000 Lufthansa-Piloten zu einem viertägigen Streik aufgerufen, der aber nach einem Tag nach einer Verhandlung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht gestoppt wurde.

Dennoch verursachte der Ausstand nach Angaben das Unternehmens einen Schaden von 48 Millionen Euro. Vor dem jetzigen Tarifkonflikt gab es zuletzt vor neun Jahren eine große Tarifauseinandersetzung zwischen der Lufthansa und ihren Piloten. Die Gewerkschaft legten rund 4.000 Piloten tageweise ihre Arbeit nieder. Nach einem Schlichtungsverfahren unter Leitung des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher erhielten sie dennoch letztlich etwa 10 Prozent mehr Geld. Die Lufthansa bezifferte die Umsatzausfälle und Kosten später auf 75 Millionen Euro.

DAPD

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