Manuela Better

Chefin der Hypo Real Estate tritt zurück

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Manuela Better.

München - Paukenschlag bei der Hypo Real Estate (HRE): Die Chefin der verstaatlichten Immobilienbank, Manuela Better, ist zurückgetreten.

Better lege zudem den Vorsitz der pbb Deutsche Pfandbriefbank nieder, teilte die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung am Dienstagabend in Frankfurt mit. Die Aufsichtsräte hätten dem Wunsch Betters entsprochen, sie von ihren Pflichten zu entbinden. Bis auf weiteres koordiniert demnach der Finanzvorstand beider Banken, Andreas Arndt, die Zusammenarbeit in den Vorständen.

Der Vorsitzende des Leitungsausschusses der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, Christoph Pleister, bedauerte die Entscheidung Betters. Sie habe die Restrukturierung der durch die Finanzmarktkrise stark angeschlagenen und 2009 verstaatlichten HRE "maßgeblich vorangetrieben und sehr gute Arbeit geleistet".

Die HRE war im Zuge der internationalen Finanzkrise in Existenznot geraten, Aktionäre mussten damals herbe Kursverluste hinnehmen. 2009 wurde die Bank nach und nach verstaatlicht, indem der Bund Anteile kaufte. Durch eine umstrittene Kapitalerhöhung sorgte der Bund dafür, dass er die nötige Aktienmehrheit besaß, um die noch verbliebenen, verkaufsunwilligen privaten Anleger zur Rückgabe ihrer Aktien zu zwingen. Die Anleger wurden abgefunden.

Anfang Februar begann vor dem Oberlandesgericht (OLG) München ein großangelegter Schadenersatz-Musterprozess gegen die HRE begonnen. In dem Verfahren geht es um Forderungen von Alt-Aktionären in einer Gesamtgrößenordnung von einer Milliarde Euro. Ein Ex-Aktionär wirft dem Institut und zwei seiner früheren Vorstandsvorsitzenden vor, den Kapitalmarkt über den wirtschaftlichen Zustand der HRE getäuscht zu haben und für seine Spekulationsverluste verantwortlich zu sein.

Das Verfahren gilt als kompliziert. Falls der Kläger Recht bekommt, müsste der Bund und damit der Steuerzahler haften. Die HRE ist noch immer in staatlichem Besitz.

afp

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