Auch Ersatzgeräte in Flammen

Samsung stoppt Verkauf und ruft Galaxy Note 7 zurück

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Verkauf gestoppt, Geräte zurückgerufen. Das Samsung Galaxy Note 7 entwickelt sich zu einem für den Konzern bedrohlichem Desaster. Foto: Jannis Mattar/Archiv

Samsung zieht bei seinem Galaxy Note 7 erneut die Notbremse. Die Geräte sollen nicht mehr verkauft werden. Zuvor hatten neue Berichte über brennende Austauschgeräte das Unternehmen alarmiert.

Seoul (dpa) - Nur wenige Wochen nach dem Beginn einer weltweiten Austauschaktion für sein Smartphone Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr stoppt Samsung den Verkauf des Gerätes erneut. Zudem startete der Elektronik-Riese den weltweiten Rückruf der schadenbehafteten Smartphones.

Der Smartphone-Marktführer aus Südkorea rief zugleich alle Kunden auf, ihr Note 7 abzuschalten und es überhaupt nicht mehr zu benutzen. Sie könnten ihr Geld zurückbekommen oder gegen Geräte eines anderen Typs austauschen. Zuvor hatte es neue Berichte von Verbrauchern über brennende Austauschgeräte gegeben. 

Mit dem Verkaufsstopp räumt Samsung erneut Probleme mit dem Phablet - eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer - ein. Am Montag hatte das Unternehmen angekündigt, seine Produktionsplanung vorläufig zu ändern, ohne dies näher zu erläutern. Nach Berichten südkoreanischer und amerikanischer Medien hatte Samsung die Produktion des Note 7 eingestellt. 

Die Sicherheit der Verbraucher habe stets höchste Priorität für das Unternehmen, hieß es jetzt. Samsung bitte alle Mobilfunkanbieter und Einzelhandelspartner, "den Verkauf und den Austausch des Galaxy Note 7 zu stoppen, während die Untersuchungen im Gang sind". Samsung arbeite mit der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC zusammen, um die zuletzt Fälle zu untersuchen, über die zuletzt berichtet worden sei.

Der Kurs der Aktie von Samsung Electronics brach nach Beginn des Handels an der Börse in Seoul um rund fünf Prozent ein. 

Am Wochenende waren vier weitere Fälle in den USA bekanntgeworden, in denen nach Angaben der Betroffenen Austauschgeräte des Note 7 in Brand gerieten. Am Mittwoch war ein Flugzeug in den USA kurz vor dem Start wegen eines brennenden Note 7 geräumt worden. Dabei handelte es sich dem Besitzer zufolge um ein Ersatzgerät.

Nach den Berichten kündigten die Mobilfunk-Betreiber AT&T, T-Mobile US und Verizon an, keine Note 7 an ihre Kunden mehr auszugeben. Käufer könnten ihre Geräte gegen andere Modelle von Samsung oder Smartphones anderer Anbieter umtauschen.

Samsung hatte Anfang September eine weltweite Umtauschaktion für rund 2,5 Millionen Geräte des Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr bei den Akkus bekanntgegeben. Anfang Oktober hatte das Unternehmen dann den Verkauf in Südkorea wiederaufgenommen. Zuletzt war der Verkaufsstart in Europa für den 28. Oktober angekündigt worden.

Nach früheren Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde könnte ein Grund für die Probleme beim ursprünglichen Note 7 gewesen sein, dass Akkus etwas zu groß für den Platz im Gehäuse geraten seien und es dadurch beim Einbau zu Kurzschlüssen in den Batterien kommen könne.

Samsung-Rückruf (Englisch)

Bericht Yonhap

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