Missbrauch mit Kurzarbeit hält sich in Grenzen

Nürnberg/Freiburg - Der Missbrauch von Kurzarbeitergeld hat sich nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Grenzen gehalten.

Von den 146 000 Firmen, die Auftragsflauten während der Wirtschaftskrise mit Kurzarbeitergeld überbrückt hatten, seien von Juni 2009 bis August 2011 nur 2060 in Manipulationsverdacht geraten, teilte die Bundesagentur am Mittwoch mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der “Badischen Zeitung“ (Mittwoch). Unklar sei allerdings die Dunkelziffer, sagte ein Sprecher der Bundesagentur.

Die Agenturen hätten 1158 Fälle an die Hauptzollämter oder die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. In weniger schweren Fällen habe sich die Bundesagentur auf interne Ermittlungen beschränkt, erläuterte ein BA-Sprecher. Gegen 554 Firmen habe die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Inzwischen seien 16 Verantwortliche rechtskräftig verurteilt worden - einige sogar zu Haftstrafen.

In den meisten Fällen hätten die Firmen Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter kassiert, die in Wahrheit die ganze Woche über durcharbeitet hätten, erläuterte die Behörde. In welcher Höhe die Bundesagentur dadurch geschädigt worden sei, konnte man dort nicht sagen.

dpa

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