Wenige Jahre nach Neustart

Motorradhersteller Horex meldet Insolvenz an

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Ein Techniker testet am 05.09.2004 auf dem Lausitzring den "Red-Porsche-Killer" von Comic-Autor Rötger "Brösel" Feldmann. Die Neuauflage des legendären Wettrennens von 1988, als "Brösel" mit seinem Horex-Motorrad "Red Porsche Killer" gegen "Holgis" Porsche antrat, verlor "Brösel" wegen technischer Probleme nach drei Versuchen.

Augsburg - Im Wirtschaftswunder war Horex ein großer Name unter den deutschen Motorradherstellern. Seit Jahren wurde an der Wiederbelebung der Marke gearbeitet. Nun hat Horex Insolvenz angemeldet.

Wenige Jahre nach dem Neustart hat der Motorradhersteller Horex Insolvenz angemeldet. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Augsburg bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Der Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit sei bereits am vergangenen Donnerstag gestellt worden. Es sei ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Die Firma Horex war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Horex gehörte einst zu den bekanntesten Motorradbauern in Deutschland. In den 50er Jahren baute das Unternehmen mit der 350-Kubikzentimeter-Maschine „Regina“ eines der meistverkauften Motorräder der Welt. Wegen des Autobooms der Nachkriegszeit ging Mitte der 50er Jahre die Nachfrage nach Motorrädern stark zurück.

1956 stellte Horex die Produktion ein, wurde 1960 von Daimler-Benz übernommen und geschlossen. Später wechselten die Namensrechte mehrfach. 2010 dann wird die Marke als Horex GmbH mit Sitz in Augsburg neu gegründet. 2012 hatte der Horex-Chef und einstige IT-Manager Clemens Neese auf einer Motorradmesse in Dortmund das erste serienmäßige Modell einer neuen „Horex“ vorgestellt.

Bekanntheit erlangte die Marke auch durch die Kult-Comicfigur „Werner“ und seinen Schöpfer „Brösel“ alias Rötger Feldmann - die im Comic erwähnte Horex-Maschine „Red Porsche Killer“ wurde später in der Realität nachgebaut.

dpa

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