Neuer Lokführer-Tarif perfekt - Streikpause bei Regiobahnen

Frankfurt/Berlin - Der am vergangenen Freitag zwischen Lokführergewerkschaft GDL und Deutscher Bahn ausgehandelte Tarifvertrag ist endgültig unter Dach und Fach.

Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket am Mittwoch ihre endgültige Zustimmung, wie eine Gewerkschaftssprecherin in Frankfurt am Abend mitteilte.

Der Kompromiss vom Freitag sichert den 20 000 DB-Lokführern neben anderen Verbesserungen ein Einkommensplus von 2,0 Prozent. Damit verdient ein Lokführer des bundeseigenen Konzerns im Schnitt samt Zulagen etwa 3000 Euro brutto pro Monat.

Bei den Regiobahnen ringt die GDL derweil noch um Fortschritte im dort laufenden Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft will, dass auch die etwa 6000 Lokführer der DB-Konkurrenten zu ähnlichen Tarifstandards beschäftigt werden wie bei dem Marktführer. Dabei geht es vor allem um Einkommen, um die wichtigsten Zulagen und die wöchentliche Arbeitszeit. Bis Anfang Mai will die GDL laut Mitteilung vom Mittwochabend auf weitere Streiks bei den Bahn-Konkurrenten verzichten.

Im laufenden Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und den Regiobahnen wird es zumindest im April keine Streiks mehr geben. Die Gewerkschaft kündigte am Mittwoch auf ihrer Internetseite eine Streikpause bis mindestens zum 1. Mai an. Ihr aktueller 60-Stunden-Ausstand läuft bis Donnerstagfrüh um 2.00 Uhr. Die GDL hatte bereits am Dienstag einen Verzicht auf Arbeitskampf-Aktionen an den Osterfeiertagen bekanntgegeben. Ostermontag fällt diesmal auf den 25. April, der 1. Mai ist der folgende Sonntag.

dpa

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