Opec flutet Weltmarkt weiter mit Rohöl

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Die Strategie der Opec hatte dazu geführt, dass die Ölpreise seit dem vergangenen Sommer wegen der riesigen verfügbaren Menge rasant gefallen sind. Foto: Barbara Gindl/Archiv

Paris/Wien (dpa) - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) flutet nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) den Weltmarkt weiter mit einem großen Angebot an Rohöl.

Experten der IEA berichteten, dass das Ölkartell seine Fördermenge im März so stark gesteigert hat wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

Die Förderung habe im vergangenen Monat um 890 000 Barrel (je 159 Liter) auf durchschnittlich 31,02 Millionen Barrel pro Tag zugelegt, hieß es in dem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA, einem Zusammenschluss von 29 Ölimporteuren.

Die Strategie der Opec hatte dazu geführt, dass die Ölpreise seit dem vergangenen Sommer wegen der riesigen verfügbaren Menge rasant gefallen sind. Zuletzt konnten sie sich aber wieder etwas erholen.

Laut dem IEA-Bericht trugen die wichtigen Opec-Förderländer Saudi-Arabien, Irak und Libyen dazu bei, dass die Fördermenge weiter über dem eigentlich anvisierten Ziel von 30 Millionen Barrel pro Tag liegt. Die Experten schätzen, dass die Nachfrage nach Opec-Öl im zweiten Quartal nur bei durchschnittlich 28,5 Millionen Barrel lag. Die Ölminister des Kartells werden erst Anfang Juni wieder auf einem Treffen in Wien über die Fördermenge beraten.

"Die wichtigsten Förderstaaten der Opec wollen angeführt von Saudi-Arabien ihre Marktanteile verteidigen", erklärte die IEA den Mengenzuwachs. Andererseits sieht sie auch eine steigende Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt. Diese dürfte 2015 um 1,1 Millionen Barrel auf durchschnittlich 93,6 Millionen Barrel pro Tag zulegen.

Ölmarktbericht der IEA

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