MAN/Scania: Piëch erteilt Fiat eine deutliche Abfuhr

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VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch

Wolfsburg - VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat einem Verkauf der Nutzfahrzeugbauer Scania und MAN an Fiat ausgeschlossen.

Er erteilte damit einem möglichen Kaufinteresse des italienischen Konzernchefs Sergio Marchionne eine deutliche Absage. “Jemand, der bei Pkw schrumpft, soll nicht den Mut haben, sich die beiden besten Lkw-Marken Europas unter den Nagel zu reißen. Sie sind nicht verkäuflich“, sagte Piëch der “Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe).

Marchionne hatte in dieser Woche auf der Automesse in Detroit angedeutet, dass die Industriesparte seines Konzerns Interesse am Lastwagengeschäft von VW habe. Dann sorgte er vor Journalisten für Irritationen mit der Bemerkung “das ist genauso ein Witz wie Euer Plan, Alfa zu kaufen“, kurz darauf erklärte ein Fiat-Sprecher, es gebe ernsthaftes Interesse, Marchionne hätte nicht gespaßt.

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Die Äußerungen des Fiat-Chefs wurden als Retourkutsche auf die Herausforderung durch Piëch gewertet. Dieser hatte Ende September angeboten, Fiats Pkw-Marke Alfa Romeo zu kaufen und in den VW-Konzern zu integrieren. Das Abwinken aus der Turiner Zentrale hatte Piëch damals mit den Worten kommentiert: “Fiat geht es noch zu gut.“

Volkswagen kontrolliert Scania und hält knapp 30 Prozent an MAN. Der Wolfsburger Konzern will die beiden Unternehmen zusammenzufassen.

dpa

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