Tui-Tochter im Minus

Rote Zahlen: Hapag-Lloyd muss gegensteuern

Hamburg - Die Linienreederei Hapag-Lloyd muss weiterhin gegensteuern, um 2013 nicht in den roten Zahlen zu bleiben. Denn die Frachtraten sind weiter gefallen.

Der harte Preiskampf im Containergeschäft hat der Linienreederei Hapag-Lloyd die Hauptsaison im Sommer verdorben. Im dritten Quartal ging der Umsatz trotz deutlich gestiegener Transportmengen zurück. Der Überschuss sackte um fast zwei Drittel auf knapp 17 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten schrieb das Unternehmen unter dem Strich rote Zahlen.

Wechselkursbedingt fiel der Umsatz um sechs Prozent auf 1,66 Milliarden Euro verglichen mit dem Vorjahresquartal, wie die Hapag-Lloyd AG am Dienstag in Hamburg mitteilte. Dabei stieg die Zahl der transportierten Container um fast neun Prozent auf rund 1,39 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer (TEU).

Vorstandschef Michael Behrendt sprach von einer „sehr enttäuschenden“ Preisentwicklung im Sommer. In dieser Zeit machen Containerreedereien traditionell die besten Geschäfte.

Dennoch wird für das Gesamtjahr weiterhin ein positives operatives Ergebnis angestrebt. In den ersten neun Monaten vervierfachte sich der operative Gewinn auf gut 80 Millionen Euro.

Unter dem Strich verringerte das Unternehmen durch weitere Kostenreduzierungen sowie durch einen leichten Rückgang der Treibstoffpreise auf 617 US-Dollar je Tonne seinen Verlust auf minus 56 Millionen Euro nach minus 94 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2012. Der Umsatz betrug 5,0 Milliarden Euro (minus 2,7 Prozent).

Hapag-Lloyd gehört zu 22 Prozent Europas größtem Reisekonzern Tui, der sich seit langem von seinen Anteilen trennen will.

dpa

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