Starker Franken schadet

Schweizer Zentralbank macht Milliardenverlust

Bern - Die starke Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro und der sinkende Goldpreis haben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erneut heftige Milliardenverluste eingebrockt.

Die Schweizer Zentralbank bezahlt den von ihr ausgelösten Frankenschock teuer. Sie machte im ersten Halbjahr einen Verlust von 50,1 Milliarden Franken (47,5 Milliarden Euro), wie sie am Freitag mitteilte. Die Nationalbank hatte Mitte Januar den Mindestwechselkurs des Franken zum Euro aufgehoben. "Die danach erfolgte Aufwertung des Franken führte zu wechselkursbedingten Verlusten auf sämtliche Anlagewährungen", erklärte die Nationalbank.

Allein der Verlust wegen der ungünstigen Wechselkurse beträgt demnach 47,2 Milliarden Franken. Der Fall des Goldpreises sorgte für einen Verlust in Höhe von 3,2 Milliarden Franken im ersten Halbjahr. Gewinn machte die Nationalbank unter anderem mit Erträgen aus Zinsen und Dividenden.

Auch die Schweizer Wirtschaft leidet stark unter dem Frankenschock. Die Exporte etwa gingen im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent zurück.

afp/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Köln (dpa) - Die internationale Möbelmesse IMM hat in Köln begonnen. Bis Sonntag werden etwa 150 000 Besucher erwartet. In den ersten vier Messetagen …
Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Kommentare